Wie ihr den besten Tanzkurs für Eure Hochzeit findet (Teil 1 von 2)

 
Disclaimer: Die folgenden Darstellungen spiegeln ausschließlich meine persönliche Meinung wider. Diese beruht nur auf meinen persönlichen Erfahrungen, aus 21 Jahren in der Tanzszene, sowie deren subjektiven Wahrnehmung und Interpretation. Der nachfolgende Beitrag soll keinesfalls, als verallgemeinernd gewertet werden und sich auf alle Tanzschulen, Tanzlehrer, ADTV Tanzschulen oder ADTV Tanzlehrer beziehen. Es ist also möglich, dass es Tanzschulen gibt, auf den der nachfolgende Text inhaltlich in keinsterweise zutrifft. Außerdem bezieht sich dieser Beitrag hauptsächlich auf den Unterricht von den folgenden Tänzen. Langsamer Walzer, Tango, Wiener Walzer, Slowfox, Quickstep, Samba, Cha Cha Cha, Rumba, Paso Doble, Jive und Discofox.

Liebe Hochzeitspaare, in diesem Blogbeitrag, werde ich versuchen euch möglichst umfassend zu informieren, damit ihr den bestmöglichen Tanzkurs für euch findet, falls ihr feststellt, dass das das Richtige ist, um euren Hochzeitstanz zu lernen und euch tänzerisch auf die Feier vorzubereiten. Einen guten Tanzkurs für die Hochzeit und überhaupt zu erkennen, ist für den Laien auf den ersten Blick sehr schwer, weshalb sich die meisten wohl auch an die etablierten Tanzschulen in ihrer Nähe wenden. Weshalb das die falsche Entscheidung sein kann und worauf ihr achten solltet, um den besten Tanzkurs für euch zu finden, erfahrt ihr, wenn ihr weiterlest.

Dieser Beitrag ist etwas länger geworden, weshalb ich ihn auch in zwei Teile aufgeteilt habe.

Wie ihr den besten Tanzkurs für eure Hochzeit findet (Teil 2 von 2)  

Für wen ist ein Tanzkurs für die Hochzeit das Richtige?

Ein normaler Tanzkurs (kein Crashkurs) ist einem Hochzeitspaar dann zu empfehlen, wenn mehrere oder alle der folgenden Merkmale zutreffen.

  • Ihr habt relativ viel Zeit und wollt euch nicht so stressen lassen (Zeitraum zwischen acht und zwanzig Wochen)
  • Ihr interessiert euch für die Standardtänze, die Latein amerikanischen Tänze und den Discofox
  • Es reicht euch die meisten Gesellschaftstänze ein bisschen zu können
  • Ihr möchtet Geld sparen, weil private Tanzstunden in der Regel teurer sind als ein Tanzkurs

 

Der Faktor Zeit

Ein Tanzkurs geht normalerweise über acht bis zehn Wochen. Wenn ihr diese Zeit aufbringen könnt, um die Termine in eurer Tanzschule wahrzunehmen, ist dieser Punkt erfüllt. Ein Crashkurs ist oft sehr hektisch. Bei einem normalen Tanzkurs oder bei einem Hochzeitstanzkurs hättet ihr mehr Zeit das Gelernte zu verinnerlichen. Heutzutage sind viele Tanzschulen viel flexibler, was die unterschiedlichen Kurstermine angeht und bieten die gleiche Tanzstunde mehrmals die Woche an. So müsst ihr nicht unbedingt immer am gleichen Tag, zur gleichen Uhrzeit zum Tanzen kommen.

 

Die klassischen Gesellschaftstänze

Unter die klassischen Gesellschaftstänze fallen die fünf Standardtänze

1. Langsamer Walzer
2. Tango
3. Wiener Walzer
4. Langsamer Foxtrott auch Slowfox genannt
5. Quickstep

Die fünf lateinamerikanischen Tänze

1. Samba
2. Cha Cha Cha
3. Rumba
4. Paso Doble
5. Jive

Der Discofox ist im deutschsprachigen Raum sehr beliebt und dadurch natürlich auch „ein Muss“ in jedem Tanzkurs.

 

Es reicht euch viele Tänze ein bisschen zu können

Der Vorteil dabei ist, dass ihr zu vielen Tänzen zumindest den Grundschritt tanzen und somit den ganzen Abend auf der Tanzfläche verbringen könnt. Der Nachteil ist natürlich, dass es ziemlich schnell langweilig werden kann, einen ganzen Song lang den gleichen Tanzschritt zu tanzen. Die hohe Kunst des Paartanzes besteht in der Fähigkeit des Tanzpartners eine Tanzfigur spontan zu führen und von der Fähigkeit der Tanzpartnerin, ebenfalls spontan auf diese Führung richtig zu reagieren.

Die Tänze, die man wohl in den meisten Tanzschulen im Anfängertanzkurs lernt, sind

1. Langsamer Walzer
2. Wiener Walzer
3. Discofox

Das ist sozusagen, „der gemeinsame Nenner“. Weitere Tänze, die je nach Tanzschule, entweder im Anfängertanzkurs oder im Fortgeschrittenenkurs unterrichtet werden, sind

1. Cha Cha Cha
2. Rumba
3. Samba
4. Quickstep
5. Tango
6. Jive

Erfahrungsgemäß, werden in vielen, aber, nicht in allen ADTV-Tanzschulen, außerdem noch

1. Blues
2. Foxtrott und
3. Die Karree-Rumba
im Anfängerkurs unterrichtet.

Man bringt euch die Grundschritte der jeweiligen Tänze und evtl. noch die eine oder andere einfache Figurenfolge in einigen der Tänze bei.

Den Slow Foxtrott und den Paso Doble lernt man erst viel später, da beide Tänze bei Veranstaltungen recht wenig gespielt werden. Möglicherweise werden sie, aber, auch deshalb so wenig gespielt, weil sie erst so spät im Kursplan auftauchen und deshalb nur von einem geringen Teil der Tanzschüler beherrscht werden.

Ihr möchtet Geld sparen

Ein Tanzkurs kostet in der Regel zwischen 90 und 150 Euro pro Person. Die Preise für private Tanzstunden variieren wohl noch stärker. Abhängig von der Anzahl der Tanzstunden und dem Stundenpreis, könnt ihr durch einen Tanzkurs in der Gruppe evtl. etwas Geld sparen. Die Nachteile liegen, aber, auch klar auf der Hand.

  • Ein öffentlicher Tanzkurs ist viel unpersönlicher
  • Inhalte werden viel langsamer und oberflächlicher vermittelt
  • Ihr lernt evtl. Tänze, die ihr gar nicht braucht
  • Ihr investiert evtl. viel mehr Zeit als in den privaten Tanzstunden, um die Unterrichtsinhalte zu verinnerlichen.

 

Für wen ist ein Tanzkurs für die Hochzeit nicht geeignet?

Solltet ihr tiefer in die Materie einsteigen wollen, möchtet euch auf nur einen Tanz konzentrieren oder möchtet sogar eine richtige Choreografie nach Maß zu einem bestimmten Song lernen, dann solltet ihr euch für Privatunterricht bei einem Tanzprofi entscheiden, denn weder in einem normalen Tanzkurs, noch in einem Hochzeitstanzkurs werden diese beigebracht. Was eine Choreografie genau ist, könnt ihr auch in unserem Beitrag über den Crashkurs nachlesen.

Falls ihr noch überhaupt nicht wisst, welche Lernmethode perfekt zu euch passt, um euren Hochzeitstanz zu lernen, empfehle ich euch diesen Beitrag.

Es gibt allerdings auch Spezialkurse oder Workshops, die sich nur auf einen Tanz konzentrieren. In diesen wird zwar ebenfalls keine Choreografie beigebracht, aber, der eine Tanz deutlich intensiver behandelt, als in einem normalen Tanzkurs.

Was ist mit einem Crashkurs?

Von einem richtigen Hochzeitscrashkurs würde ich euch grundsätzlich abraten, denn der Name ist normalerweise Programm. Es ist meistens sehr hektisch, oberflächlich und überhaupt nicht nachhaltig. Man sollte einen solchen Tanzkurs nur dann besuchen, wenn ihr keine Zeit habt, etwas Entspannteres zu finden. Vielleich gelingt es euch ja, stattdessen noch die eine oder andere private Tanzstunde bei einem professionellen Tanzlehrer kurzfristig zu ergattern. Das wäre die viel bessere Lösung.

Ein Tanzkurs, der speziell auf die Hochzeit ausgelegt ist, weil ihr euch dort auf die, für eine Hochzeit, relevanten Tänze fokussiert, also, den Wiener Walzer, den Langsamen Walzer, den Discofox und evtl. den Foxtrott/Quickstep, kann der ideale Tanzkurs sein. Man kann sagen, dass je länger der Kurs geht und je weniger Tänze man macht, desto höher steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ihr eine hohe Unterrichtsqualität genießen könnt, zumindest bei einem guten Tanzlehrer. So einen Hochzeitstanzkurs würde ich, aber, nicht als Crashkurs bezeichnen, obwohl und das ist wiederrum die Schwierigkeit für den Laien, Tanzkurse teilweise „Crashkurs“ heißen, ohne solche zu sein.

Das Wichtigste für einen optimalen Tanzkurs

Die Qualität eines Tanzkurses und damit euer Lernerfolg, steht und fällt mit dem Tanzlehrer. Sogar der, eben von mir so stark kritisierte, Crashtanzkurs mit einem kompetenten Profi, ist deutlich besser als ein ausgedehnter Tanzkurs bei einem inkompetenten Tanzlehrer.

Woran ihr einen guten Tanzlehrer erkennt

Leider gibt es nicht die perfekte Formel um einen guten Tanzlehrer zu identifizieren, dafür immense Qualitätsunterschiede. „Tanzlehrer“ ist keine geschützte Berufsbezeichnung,deshalb kann jeder der möchte, sich so nennen und Tanzunterricht gegen Geld anbieten. Und ja, es gibt sie, hervorragende Tanzlehrer ohne irgendwelche formalen Qualifikationen, die es einfach draufhaben und es sind gar nicht so wenige. Sie sind methodisch und didaktisch super kompetent, haben eine riesigen „Fundus“ an Tipps, Tricks und Problemlösungen und einen riesigen Erfahrungsschatz aus der Praxis. Ich denke, dass es eine Mischung aus pädagogischer Begabung, intensiver Auseinandersetzung mit der Materie, praktischer Erfahrung und Leidenschaft für den Tanz und den Tanzunterricht ist, die einen solchen Tanzlehrer hervorbringen. Natürlich muss ein guter Tanzlehrer auch sympathischund empathisch sein. Eine formelle Ausbildung spielt da erfahrungsgemäß eine eher untergeordnete Rolle. Natürlich gibt es leider auch oft genug das komplette Gegenteil. Menschen, die ihren Beruf komplett verfehlt haben und zwar unabhängig von der Anzahl der abgeschlossenen Aus- und Weiterbildungen. Es gibt, aber, gewisse Hinweise, an den ihr erkennen könnt, dass die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass ihr einen kompetentenTanzlehrer vor euch habt, der euren Tanzkurs für die Hochzeit zu einem wahren Vergnügen machen wird. Hierzu ein kleiner Exkurs…

Wie ihr den besten Tanzkurs für eure Hochzeit findet (Teil 2 von 2)